PD DR. Erich Tremmel, Musikwissenschaftler

geboren 1959 in Füssen/Allgäu. Ab 1979 Studium der Musikwissenschaft, Judaistik, Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Augsburg. M.A. 1985, Promotion 1992, Habilitation 2005.

Von 1987 bis 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter, danach bis 1998 als Assistent am Lehrstuhl für Musikwissenschaft der Universität Augsburg tätig. Seither Lehraufträge dort sowie von 1999 bis 2011 am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Würzburg. Sommersemester 2007 Lehrstuhlvertretung (Historische Musikwissenschaft) am musikwissenschaftlichen Institut der Universität Göttingen, WS 2007/8 bis 2012/3 Lehrbeauftragter am Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck. 2010 bis 2012 wiss. Angestellter am Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, seitdem dort Lehrbeauftragter, seit 2018 auch an der Hochschule für Musik und Theater München.

Kooperation mit dem Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde seit 2005.

Veröffentlichungen zur Geschichte der Musikinstrumente im Bezug auf Herstellung, Verwendung, Aufführungspraxis und Notation, Filmmusik, verschiedene Themen der Musikgeschichte des 16. und 18.-20. Jahrhunderts; Beiträge zu „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“ und „The New Grove Dictionary of Music and Musicians.“


Publikationen zur Musikinstrumentenkunde (in Auswahl):

Blasinstrumentenbau im 19. Jahrhundert in Südbayern, Augsburg 1993 (zugl. Phil. Diss. Univ. Augsburg 1991) 


(Hrsg. zusammen mit Gert-Dieter Ulferts): Kosmos Klavier. Historische Tasteninstrumente der Klassik Stiftung Weimar, Augsburg 2011. (Katalogband zur Teilausstellung „Kosmos Klavier“ im Rahmen der Thüringer Landesausstellung „Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar“ Weimar 2011)


Ein Flügel des Augsburger Klavier- und Orgelbauers Joseph Bohl (1801-1878), in: Augsburger Jahrbuch für Musikwissenschaft (AJb) 1984, 1. Jg., Tutzing 1984, S. 61-71.

Die Sammlung afrikanischer Musikinstrumente im Missionsmuseum St. Ottilien, in: AJb 1986, 3. Jg., Tutzing 1986, S. 7-50.

Der Orgelbauer Andreas Jäger und sein Hauptwerk, die Große Orgel von St. Mang zu Füssen, in: [Jahrbuch des Historischen Vereins] Alt-Füssen 1988, Füssen 1989, S. 49-57.

Der Schriftverkehr zum Bau der Großen Orgel von Andreas Jäger im Kloster St. Mang, in: Alt-Füssen 1991, Füssen 1992, S. 134-143.

Die Orgel in der Synagoge. Eine Betrachtung aus musikwissenschaftlicher Sicht, in: Europäisches Zentrum für Jüdische Musik (Hrsg.), 2. Internationales Festival für Jüdische Musik, Augsburg 1989, S. 67-86.

Der Niedergang des Musikinstrumentenbaus in Füssen und Umgebung im 19. Jahrhundert. Fakten, Parallelen und Hintergründe, in: Alt-Füssen 1989, Füssen 1990, S. 128-138.

Der Musikinstrumentenbau im Königreich Bayern im Lichte der Gewerbsstatistiken, in: AJb 1990, 7. Jg., Tutzing 1990, S. 117-175.

Kriterien zur Instrumentation im 16. Jahrhundert. Pierre Attaingnants Besetzungsvorschläge für seine „Vingt et sept chansons musicales a quatre parties a la fleuste dallemant ... et la fleuste a neuf trous” von 1533, in: Neues Musikwissenschaftliches Jahrbuch 2, Augsburg 1993, S. 7-38.

Blasinstrumente (Holzblasinstrumente), in: Handbuch der Musikinstrumentenkunde, (Neu bearbeitete Auflage:) Kassel 2004, S. 175-210.

Musikinstrumentenfragmente im Fundkomplex des „Mühlberg-Ensembles" in Kempten – Zum Instrumententyp des „Klein Flötlin mit vier Löchern“, in: Ingolf Ericsson und Rainer Atzbach (Hrsg.), Depotfunde aus Gebäuden in Zentraleuropa/Concealed Finds from Buildings in Central Europe, Berlin 2005, S. 75-82 (with Engl. summary).

Zur Quartflöte, insbesondere in Werken Georg Philipp Telemanns, in: Brit Reipsch und Wolf Hobohm (Hrsg.), Telemann und Bach – Telemann-Beiträge (Magdeburger Telemann-Studien XVIII), Hildesheim u.a. 2005, S. 243-262.

Aspekte der Instrumentation bei Georg Philipp Telemann, in: Dieter Gutknecht, Wolf Hobohm und Brit Reipsch (Hrsg.), Freiheit oder Gesetz – Aufführungspraktische Erkenntnisse aus Telemanns Handschriften … (Kongreßbericht Magdeburg 2000), Hildesheim u.a. 2007, S. 34-53.

Musikinstrumentenbau in Tirol bis ca. 1600, in: Kurt Drexel und Monika Fink (Hrsg.), Musikgeschichte Tirols I, Innsbruck 2001, S. 697-703.

Musikinstrumentenbau in Tirol vom 17. bis zum 19. Jahrhundert, in: Kurt Drexel und Monika Fink (Hrsg.), Musikgeschichte Tirols II, Innsbruck 2004, S. 779-798.

Musikinstrumentenbau in Tirol im 20. Jahrhundert, in: Kurt Drexel und Monika Fink (Hrsg.), Musikgeschichte Tirols III, Innsbruck 2008, S. 707-714.

Innovation im Klavierbau. Faszination, Herausforderung, Zwang am Beispiel der Firma Erard, in: Franz Körndle und Gert-Dieter Ulferts (Hrsg.), Konservierung und Restaurierung historischer Tasteninstrumente in den Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar, Augsburg 2011, S.167-188.

Weimarer Traditionen der Klaviermusik, in: Detlef Altenburg (Hrsg.), Franz Liszt – ein Europäer in Weimar, Köln 2011, S. 146-151.

Fragen, Ergänzungen und Hintergründe zur Entwicklungsgeschichte der Deutschen Lautentabulatur, in: Axel Schröter (Hrsg.): Musik – Politik – Ästhetik (Fs Detlef Altenburg), Sinzig 2012, S. 675-686.

Die „Litui“ in O Jesu Christ mein Lebens Licht BWV 118, oder Die Entmystifizierung eines nur scheinbaren Mysteriums , in: Elisabeth Bock und Michael Pauser (Hrsg.): Denn Musik ist der größte Segen (Fs Helen Geyer), Sinzig 2018, S. 231-241.


 
 

 
 
 
Demonstration eines Mechanikmodells in 3:1, entstanden im Greifenberger Institut
Demonstration eines Mechanikmodells in 3:1, entstanden im Greifenberger Institut

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