tafelklavier john broadwood, london 1792

Tonumfang:
5 Oktaven; 61 Tasten; F₁ – f³

Signatur:
”Johannes Broadwood Londini Fecit 1792 Patent // Great Pulteney Street Golden Square”

Besaitung:
Messing mit Eisen umwickelt: F₁ – F
Messing: Fis – cis
Eisen: d – f³

Mechanik: englische Stoßmechanik

 

Die bis in die Gegenwart bestehende Firma Broadwood zählt zu den Pionieren des Pianofortebaus in England und weit darüber hinaus. Sie war vielleicht die erste, die zum Manufakturbetrieb überging, in dem die Arbeitsprozesse in spezialisierten Einzelwerkstätten von der Bearbeitung der Resonanz- und Gehäusehölzer über Klaviaturfertigung usw. bis hin zur Produktion der Versandkisten organisiert wurden, zudem getrennt in Flügel- und Tafelklavierbau. Die Great Pulteney Street in Soho war einer der zentralen Anlaufpunkte des Londoner Musiklebens, da zudem auf der Straßenseite schräg gegenüber der Hauptkonkurrent Kirkman seine Adresse hatte. Von hier aus gingen deren Instrumente in alle Erdteile des britischen Empire.

Dieses Tafelklavier repräsentiert eine der ersten bedeutenden Blütephasen des englischen Klavierbaus. In diesem Zeitraum, in dem auch Mozart (er verstarb kurz vor dem geplanten Antritt der Reise) und Haydn in London konzertierten, war ein Tafelklavier der Firma Broadwood sprichwörtlich das Musikmöbel für den häuslichen Musikgenuss. 

 
 
 
Tafelklavier Joh. Broadwood London 1792 
Tafelklavier Joh. Broadwood London 1792
Signatur 
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