Wissenschaftliche Rekonstruktion eines süddeutschen Hammerflügels
Zugeschrieben Franz Jacob Späth, ca. 1770

Stoßmechanik ohne Auslösung
Tonumfang: 5 Oktaven (F1-f3)
Stimmtonhöhe des Nachbaus: a1 = 415 Hz

Wissenschaftliche Rekonstruktion: süddeutscher Hammerflügel (nach zugeschr. Franz Jacob Späth, ca. 1770),  
Wissenschaftliche Rekonstruktion:
süddeutscher Hammerflügel (nach zugeschr. Franz Jacob Späth, ca. 1770),
Fragmentiertes Originalinstrument: süddeutscher Hammerflügel (zugeschrieben Franz Jacob Späth, ca. 1770) 
Fragmentiertes Originalinstrument:
süddeutscher Hammerflügel (zugeschrieben Franz Jacob Späth, ca. 1770)

W. A. Mozart (1756-1791)
Sonata C Dur KV 189d/279, aus dem 1. Satz Allegro,
komponiert wahrscheinlich im Sommer 1774 in Salzburg 

Varvara Manukyan (Interpretin)
Thomas Schweiger (Musikproduktion)

Stimmtonhöhe: a1 = 415 Hz
Stimmung: Neidhardt - "Für die kleine Stadt"

Der Tannheimer Flügel war bei seiner Entdeckung 2011 stark beeinträchtigt und beschädigt. Er wurde im Zustand seiner Auffindung am Greifenberger Institut fotografisch und CAD-technisch dokumentiert.

Darauf aufbauend wurde dieses für die Entwicklungsgeschichte des Klavierbaus  wichtige Instrument in „experimental-archäologischer Verfahrensweise“ rekonstruiert und damit wieder zum Klingen gebracht - ohne Beeinträchtigung der originalen Substanz.  Die befundgeführte Rekonstruktion entstand innerhalb von 24 Monaten durch  die "Arbeitsgruppe Spath" (Magdalena Balk, Marlis Dörhöfer und Helmut Balk)  und ergab eine Fülle instrumentenkundlicher Erkenntnisse.

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... mehr zum "spättischen Clavier" von Erich Tremmel

Drei Arbeitsdetails zum Nachbau des Originalinstrumentes:

 
Auffindesituation 2011 ph.: Franz Körndle
Auffindesituation 2011
ph.: Franz Körndle
Ansicht Basswand bei der Auffindung ph.: Franz Körndle
Ansicht Basswand bei der Auffindung
ph.: Franz Körndle
 

"Musikalischer Almanach für Deutschland auf das Jahr 1782", Nikolaus Forkel
Aus dem Kapitel: "Verzeichnis der besten Instrumentenmacher in Deutschland"

"Musikalischer Almanach für Deutschland auf das Jahr 1782", Nikolaus Forkel Aus dem Kapitel: "Verzeichnis der besten Instrumentenmacher in Deutschland"

Spath (Franz Jakob) Instrumentmacher in Regensburg. Verfertigt mehrerley Clavierinstrumente von ungemeiner Güte. Seine Pianoforteinstrumente in Flügelform sind insonderheit vorzüglich, nicht bloß in Betracht der schönen, saubern und dauerhaften Arbeit, sondern der ganzen Einrichtung. Der Preiß eines solchen Instrumentes auf der Stelle[*] ist 40 Dukaten. Herr Spath arbeitet jetzt mit seinem Schwiegersohn, Herrn Schmahl in Gesellschaft.

* Die Instrumente waren auf Vorrat produziert, nicht wie sonst üblich auf Kundenauftrag. Sie konnten daher "auf der Stelle" gekauft und ausgeliefert  werden.

 
 
 

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